Bücher

 

Abglanz Rakete Nebel
Gedichte, mit Illustrationen von Julian Tapprich, Limbus Verlag, 2016

Zwischen praller, konkreter Realität – Schweiß, Hitze, Staub – und zartesten Assoziationen, die sich im Atemhauch auflösen, bewegt sich das Ich in diesen Gedichten, örtlich und zeitlich beweglich – wie modern!
Der Archäologe stochert im Alltag der Vergangenheit, Erinnerungen strecken ihre Finger in die Gegenwart, die gleichermaßen tröstlich wie verstörend sein kann, Löwen, Pferde, Roadrunner tummeln sich – erinnerte und vorgestellte, lebendige und tote –, denn vergänglich ist alles, nur Erinnerungen bleiben. Die Zukunft ist ungewiss, aber sie wird kommen, das ist gewiss. Immerhin, miepmiep.

 

 


Ich bin die Zukunft
Roman, Limbus Verlag, 2014

Es gibt vie­les zu ent­de­cken in die­sem Roman, neben der Dysto­pie, neben Musik und Bil­den­der Kunst, auch eine lange Liste an Lite­ra­tur, inklu­sive Comics. Für mich ist Ich bin die Zukunft schon jetzt die Ent­de­ckung des Jahres!
Kerstin Pistorius, Atalantes Historien

Uhrmann_Zukunft_DownEin Mann flüchtet in ein hoch gelegenes Berghaus in den Alpen. Niemand weiß, wohin Sebastian Leitner geht, als er nach einem Termin mit seinem Kreditsachbearbeiter den Entschluss fasst zu gehen. In dem Haus hoch in den Alpen quartiert er sich für einen Monat ein. Für die alte Bergwirtin ist er der einzige Gast. Aus dem einen Monat werden mehrere Jahre. Als die Hausbesitzerin stirbt, bricht der Kontakt zur Außenwelt ab. Während die karge Berglandschaft allmählich von Wiesen und Wäldern überwuchert wird und die Jahreszeiten sich in Sonnen- und Nasszeit ändern, breiten sich unten Wüsten aus und die Menschen verlieren Sicherheit und Schutz – die Welt geht zugrunde. Das Hochtal, in dem Leitner lebt, ist ein kleiner Garten Eden. Um zu überleben, züchtet er Tiere und baut Pflanzen an. Eines Tages taucht Mali, die Enkelin der alten Frau, mit ihrem edlen Freund Ludovigo im Berghaus auf.

 


Der lange Nachkrieg
Roman, Limbus Verlag, Taschenbuch, erhältlich ab April 2016

Ein grandioses lyrisches Werk, welches uns durch den Nebel des Lebens führt und tief erschüttert.
Ingrid Reichel, etcetera

Uhrmann_Nachkrieg_TB_DownHectors Großtante Helene ist schon lange tot und er hat sie eigentlich auch kaum gekannt, aber plötzlich scheinen die Umstände ihres Todes im Pflegeheim von enormer Wichtigkeit zu sein. Hector – junger Akademiker, gut ausgebildet, eigentlich am Beginn eines erfolgreichen Lebens – beginnt Nachforschungen; aber vielleicht stürzt er sich nur in die Vergangenheit, um nicht sein eigenes Leben, das immer mehr zerfasert und verschwimmt, in die Hand nehmen zu müssen. Im Laufe eines heißen Sommers verliert Hector allmählich den Bezug zur Gegenwart und zu anderen Menschen – Carla ist ihm da keine Hilfe, und seine Mutter schon gar nicht.

 

 


Nocturnes
Lyrik/Kunstbuch (gemeinsam mit Moussa Kone), Literaturedition Niederösterreich, 2012

 Ein faszinierendes Buch über die Schattierungen der Nacht.
Sebastian Gilli, Der Standard

41JKSIvUtqL._SX396_BO1,204,203,200_51 lyrische Texte von Erwin Uhrmann und 54 Zeichnungen von Moussa Kone. Als Gesamtkomposition beschreibt das Kunstbuch einen turbulenten, gefährlichen Verlauf der Nacht: Autobahnfahrten, Dämmerstunden, Albtraum-Episoden, klare, helle Momente, Ausflüge in entlegene Gebiete und weit hinein ins Sonnensystem, nebulös geschilderte Geheimnisse, Gewaltakte, Moritaten, Serenaden, Angstzustände, rauschhafte Erzählungen, verworrene Poeme.

 

 


Glauber Rocha
Erzählung, Limbus Verlag, 2011

Eine erzählte Rarität!
Helmuth Schönauer

21XoQCEZliL._SX244_BO1,204,203,200_Glauber Rocha erzählt feinnervig und mit Witz von einer Reise nach Lissabon, die eine Kunsteinkäuferin mit ihrem jungen Assistenten unternimmt. Dieser taucht ab in das Künstlermilieu von Portugals Hauptstadt, vor allem aber folgt er in den Ateliers und auf Partys den Spuren von Glauber Rocha. Über den brasilianischen Filmemacher und Begründer des cinema nôvo scheint niemand etwas zu wissen – bis es zu einem rätselhaften Erlebnis in einem verfallenden Haus in Sintra kommt, wo Rocha vor seinem Tod im Exil gelebt hat.

 

 

 


Der lange Nachkrieg
Roman, Limbus Verlag, 2010

Ein grandioses lyrisches Werk, welches uns durch den Nebel des Lebens führt und tief erschüttert.
Ingrid Reichel, etcetera

51F-Z5bnCqL._SX305_BO1,204,203,200_Hectors Großtante Helene ist schon lange tot und er hat sie eigentlich auch kaum gekannt, aber plötzlich scheinen die Umstände ihres Todes im Pflegeheim von enormer Wichtigkeit zu sein. Hector – junger Akademiker, gut ausgebildet, eigentlich am Beginn eines erfolgreichen Lebens – beginnt Nachforschungen; aber vielleicht stürzt er sich nur in die Vergangenheit, um nicht sein eigenes Leben, das immer mehr zerfasert und verschwimmt, in die Hand nehmen zu müssen. Im Laufe eines heißen Sommers verliert Hector allmählich den Bezug zur Gegenwart und zu anderen Menschen – Carla ist ihm da keine Hilfe, und seine Mutter schon gar nicht.

 

 


Ostseeatem
Kurzgeschichten, Reiseerzählungen, Lyrik, Essays (gemeinsam mit Alexander Peer), Wieser Verlag, 2008

Es ist also keine Postkartenidylle, über die der ‘Ostseeatem’ streift.
Daher kommt der Mythos vom geheimnisvollen Baltikum hier noch einmal ziemlich intakt davon.

Albert Gregor, Wiener Zeitung

417XD8V9S9L._SX323_BO1,204,203,200_“Beobachten besteht vor allem darin, wahrzunehmen, was man eben nicht zu sehen erwartet.” Dieses Zitat aus dem Buch Ostseeatem von Alexander Peer und Erwin Uhrmann steht stellvertretend für die Atmosphäre der literarischen Texte. Sich selbst erfinden ist der Charakter jeder Reise, jeder Begegnung. Die Ostsee verankert den geografischen Raum der Erzählungen. Vilnius, Riga und Tallinn spielen darin zentrale Rollen. Es ist kein Buch über das Baltikum, sondern ein Buch, das das Baltikum mitgeschrieben hat, wo der Mythos vom geheimnisvollen Baltikum lebt und intakt ist. Ironische und stimmungsvolle Reiseerzählungen, Geschichten von Suchenden, die dubiose Welt der Nachtklubs und der Gesetzlosigkeit, verworrene Familienpuzzles, essayistische Auseinandersetzungen mit den Wendejahren sowie Kriegs und Nachkriegsdramen finden darin genauso Platz wie das Gedicht Die Datschas, das noch einmal Mut macht, von einem vereinten Europa zu träumen.